Dom St. Nikolaus

"Mit der Absicht, die askanische Landesherrschaft durch eine zuverlässige geistliche Verwaltungseinrichtung zu festigen, gründeten Graf Heinrich von Gardelegen (Regierungszeit 1184-1192) und der regierende Markgraf Otto II (1184-1205) das Kollegiatsstift St. Nikolaus und richteten dort Stellen für 12 Säkularkanoniker und einen Propst ein.

Bei Papst Clemens erwirkte man für das neue Stift die Exemtion (Ausgliederung) aus der Abhängigkeit und Gerichtsbarkeit des Diözesanbischofs in Halberstadt und erlangte zugleich den unmittelbaren apostolischen Schutz.

Obgleich niemals für einen Bischofssitz vorgesehen, erlangte St. Nikolai umgangssprachlich alsbald den Status eines Domes.
Als Patron von Stift und Kirche wählte man den in Norddeutschland sehr beliebten Kaufmannsheiligen Bischof Nikolaus von Myra und erwarb eigens eine Ampulle "Niklasöl" aus Bari in Süditalien.

Die Stiftsherren, die dem altmärkischen Adel und Stendaler Patrizierfamilien entstammten und häufig studierte Juristen waren, übten im Stendaler Domstift neben ihren geistlichen Pflichten, zu denen die Chorgebete (Stundengebete) und Memoraliendienste gehörten, ihre Verwaltungsaufgaben aus.
In ihren gottesdienstlichen Pflichten ließen sie sich durch Vikare mit Priesterweihe, die im Stift lebten, vertreten.

Nach der Reformation wurde ab 1540 eine Neubesetzung der damals 14 Kanonikerstellen und 35 Vikarien nicht mehr genehmigt.
Endgültig aufgelöst wurde das Stiftskapitel 1551.

Martin Luther entsendete 1539 seinen Freund und Mitstreiter Konrad Cordatus als ersten Superintendenten der Altmark und Prignitz an den Dom nach Stendal, um von dort die Reformation in der Mark Brandenburg voranzutreiben.

Als Predigtkirche des (General)supterintendenten blieb der Dom die wichtigste Kirche der Altmark.








  • Weitere Ausführungen finden Sie in dem im Dom erhältlichen Kunstführer "Der Dom St. Nikolaus in Stendal" von Dr. Martina Sünder-Gaß.
  • Wir danken Frau Dr. Sünder-Gaß für die Genehmigung der auszugsweisen Veröffentlichung !


     



    Kontakt



    Pfarrer Markus Schütte

    Hallstr. 28
    39576 Stendal
    Telefon 0 39 31 / 41 07 007

    Email: schuette@kirchenkreis-stendal.de

     




     

     



    Öffnungszeiten des Domes
    ab 1. Mai bis Erntedank

    Montag bis Sonnabend
    10 - 17 Uhr

    Sonntag und Feiertag
    15 - 17 Uhr

    Während des Winterhalbjahres 
    (Oktober - April) ist der Dom
    nur nach vorheriger Anmeldung zu besichtigen.

    Domführungen sind nach Absprache unter
    Tel. 03931/ 21 21 36 möglich.

     

     


    Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird. Christus schmähte nicht, wenn er geschmäht wurde, er drohte nicht, wenn er leiden musste, sondern stellte es dem anheim, der gerecht richtet.
    Jesaja 53,7 1. Petrus 2,23

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