Der Altar

Bei Restaurierungsarbeiten fand man im Jahr 1896 in einem Gefäß im Hochaltar einen Pergamentstreifen mit folgendem Wortlaut:
"Im Jahre 1306 wurde am 6.Mai dieser Altar von dem ehrwürdigen Bischof Albert zu Halberstadt zu Ehren des seligen Apostels Petrus und des Märtyrers Leonhardt geweiht."

Die beiden spätgotischen Altarschreine im Chorraum wurden erst in neuerer Zeit übereinander gestellt. 
Im Mittelpunkt der farbig gefassten Holzfiguren steht jeweils die Gottesmutter Maria. 
Im unteren Schrein fallen dem aufmerksamen Betrachter erhebliche stilistische Unterschiede auf. Es wird vermutet, dass die Figuren ursprünglich aus drei verschiedenen Altären stammen.

Im Kirchenschiff wird der Blick auf den Lettner fallen.

Die Reihe der Schnitzfiguren in den Lettnernischen gehört zu den Besonderheiten in der Ausstattung der Petrikirche:
In der Mitte der segnende Christus, zur Rechten und zur Linken je sechs Apostel- bzw. Heiligenfiguren.
Sie stammen wohl von einem Altar aus der ersten Hälfte des 14.Jahrhunderts und sind stilistisch mit den Portalfiguren von Gmünd (Schwaben) und der Liebfrauenkirche in Frankfurt am Main zu vergleichen.
Das Triumphkreuz über dem Lettner mit den Symbolen der vier Evangelisten an den Balkenenden stammt aus der Zeit um 1400.  



Ich will sie durchs Feuer gehen lassen und läutern, wie man Silber läutert, und prüfen, wie man Gold prüft. Dann werden sie meinen Namen anrufen, und ich will sie erhören. Dann werdet ihr euch freuen, die ihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es sein soll, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, auf dass euer Glaube bewährt und viel kostbarer befunden werde als vergängliches Gold, das durchs Feuer geläutert wird.
Sacharja 13,9 1. Petrus 1,6-7

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